Kämpferherz – Das wilde Abenteuer, einer echter Mann zu werden

Jedes Buch hat seine Zeit. Es gibt Bücher, bei denen merkt man: die verstehe ich noch nicht, die sollte ich vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt lesen. Dann vielleicht, wenn man etwas mehr an Lebenserfahrung gewonnen hat. Dann wiederum gibt es Bücher, da denkt man: Hätte ich die nur früher gelesen!

So ging es mit mit dem Buch „Kämpferherz – das wilde Abenteuer, ein echter Mann zu werden“ von John und Sam Eldredge (Brunnen Verlag, 2015). Das Thema von John Eldredge dreht sich ja schon seit vielen Jahren um das Verhältnis von Männern und Frauen und was es bedeutet, ein echter Mann zu sein. Das Buch „The sacred romance“ hatte ich vor etlichen Jahren schonmal gelesen und war begeistert.

In dem Buch „Kämpferherz“ widmen sich nun Vater und Sohn Eldredge dem Thema Mannsein, Heranwachsen, Verantwortung übernehmen. Das Ganze findet in einer sehr lebendigen Form statt. Es ist eine nachgestellte Kommunikation, die sich zwischen Vater und Sohn über längere Zeit hinzog. Nach Jahren an der Uni wendet sich Sam seinem Vater zu und bittet ihn darum, sein Coach und Berater zu werden in wichtigen Lebensfragen:

Welchen Beruf soll ich wählen? Soll ich heiraten und wann bin ich bereit dazu? Wie kann mein Glaube mitwachsen?

Diese Dialogform wirkt absolut authentisch und erfrischend. Glaubenzweifel und Unsicherheiten werden nicht schön geredet und es gibt auch keine einfachen 5-Punkte-Pläne  zu einem erfolgreichen Leben. Stattdessen gibt es ehrliche Worte und die Einladung zu einer Reise, die zielführend, aber nicht wirklich einfach ist. Mannsein, Mannwerden, Erwachsenwerden hat eben etwas mit Prozessen und Wegen zu tun. Und auf diesen Wegen gibt es Hindernisse, die man überwinden muss, an denen man auch mal scheitert und eben in diesem Scheitern lernt man wichtige Lektionen für einen neuen Versuch.

Ich habe „Kämpferherz“ mit viel Gewinn gelesen und auch, wenn meine Söhne noch nicht in dem Alter sind, in dem das Thema relevant wird, hat es mir erneut vor Augen geführt, wie wichtig die Vaterrolle ist: „Mit anderen Worten: Wir brauchen einen Vatger. Das ist das tiefste und dringendste Bedürfnis unserer Existenz. Ohnen ienen Vater bleibt und nichts als unsere Intuition, unsere unerwachsene Gesellschaft und das Internet.“ (S. 182).

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